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Was wollt Ihr denn?
Klarheit über die Anforderungen von Unternehmen an
Hochschulabsolventen gibt die aktuelle Umfrage des Deutschen
Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Die Antworten der
rund 2.200 befragten Unternehmen sind ein klares Votum für
duale Studiengänge, die ein Hochschulstudium mit einer
betrieblichen Ausbildung verknüpfen.
Praxisnähe
Viele Studierende, auch fachlich hervorragende, können nach
Ansicht der Befragten das Gelernte nur unzureichend im
Berufsalltag anwenden. 25 Prozent der Unternehmen haben sich
in der Probezeit von Mitarbeitern wieder getrennt, weil
diese nicht in der Lage waren, ihre theoretischen Kenntnisse
in der Unternehmenspraxis umzusetzen.
Auslandserfahrungen
Auslandserfahrungen spielen entgegen der öffentlichen
Wahrnehmung eine untergeordnete Rolle. Lediglich bei
Unternehmen, die international aktiv sind, ist der Wert
etwas höher. Fremdsprachen hingegen werden sehr wohl als
wichtige Kompetenz angesehen.
Regelstudienzeit
Das Einhalten der Regelstudienzeit spielt für die Mehrheit
der Unternehmen bei der Einstellung nicht die entscheidende
Rolle. Zwar gehen diese von einem zügigen Verlauf des
Studiums aus, die strikte Einhaltung der Regelstudienzeit
ist aber kein Muss.
Soziale Kompetenzen
Die wichtigsten sozialen Kompetenzen, die Unternehmen von
Hochschulabsolventen erwarten, sind Einsatzbereitschaft,
Verantwortungsbewusstsein, selbständiges Arbeiten,
Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit. Auch
Erfolgsorientierung und Leistungswille sowie Belastbarkeit
erhalten hohe Werte.
Fachwissen
Das Fachwissen ist zwar ebenfalls sehr wichtig, es wird aber
nach Abschluss eines Fachstudiums als selbstverständlich
vorausgesetzt. Die Abschlussnoten werden vor allem von
kleinen Unternehmen als weniger wichtig erachtet. Große
Unternehmen, die viele Bewerbungen erhalten, nutzen die Note
zur Vorauswahl der Bewerber.
Uni oder FH
Der Anteil von Fachhochschulabsolventen lag bei den
Befragten mit 42 Prozent knapp über dem Anteil an
Universitätsabsolventen (40 Prozen). Dieses Verhältnis macht
deutlich, dass Unternehmen der freien Wirtschaft, im
Gegensatz zum Beispiel zum öffentlichen Dienst,
überdurchschnittlich viele Absolventen von Fachhochschulen
einstellen.
Quintessenz:
DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann wies bei der
Präsentation der Studie darauf hin, dass duale Studiengänge
stark im Kommen sind: "Sie erfreuen sich bei Unternehmen
zunehmender Beliebtheit wegen ihrer Praxisnähe". 38 Prozent
der Unternehmen rekrutieren laut Umfrage bereits einen Teil
ihrer Fachkräfte über duale Studiengänge, vor allem in
Kooperation mit Fachhochschulen und Berufsakademien. 23
Prozent der Unternehmen wollen künftig Mitarbeiter über
duale Studiengänge qualifizieren. "Der Vorteil", so
Driftmann, "Studierende erhalten schon während des Studiums
praktische Einblicke in das Berufsleben. Und die Lehrinhalte
aus der Ausbildung helfen dann beim Verständnis der Theorie
in den Vorlesungen und Seminaren. Das Studium ist zwar
aufwändig, neben einem Doppelabschluss erhalten Studierende
aber bereits ein Ausbildungsgehalt."
Nachzulesen unter: http://www.dihk.de/presse/meldungen/2011-01-21-hochschulumfrage
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