Interview
Fünf Fragen an Fabio Vetriolo

   
   

Im Gespräch mit ...

 

  1. Gregor Kathstede
    Wie wird man eigentlich Oberbürgermeister?
     

  2. CHECK IN Botschafter Jan Hagemus im Gepräch mit Hartmut Schmitz (Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein)
     

  3. Fabio Vetriolo
    Wie wird man eigentlich "Aufsteiger"?

     

  4. Helmut Schroes
    Wie wird man eigentlich Bibliotheksdirektor der Krefelder Mediothek?

     

  5. Nicholas Lam-Thien
    Wie wird man eigentlich Inhaber einer Internetagentur?

     

  6. Andrea Ritter
    Wie wird man eigentlich Leiterin des Geschäfts-bereiches Wohnen und Gewerbe bei der Stadt
    Willich ?

     

  7. Jasmin Elahi
    Wie wird man eigentlich Redakteurin bei Welle Niederrhein ?

     

  8. Stephan Hauser
    Glück kann man teilen

 

 
 

INTERVIEW
Wie sie wurden, was sie sind. Fünf Fragen an Menschen (in CHECK IN Unternehmen), die ihren Traumberuf (vorerst) gefunden haben.
 

Wie wird man eigentlich
Oberbürgermeister?

Gregor Kathstede, seit 2004 Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, studierte nach seinem Abitur am Gymnasium Horkesgath (Krefeld) Französisch, Geschichte und Erziehungswissenschaften in Düsseldorf. Nachdem er in den Jahren 1992 und 1994 seine Staatsexamen abgelegt hatte, war er von 1994 bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestagsbüro von Dieter Pützhofen. Bis 2004 war Kathstede als Oberstudienrat an der Theodor-König-Gesamtschule in Duisburg tätig.
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1. Mit welcher Ausbildung haben Sie Ihre berufliche Karriere begonnen?
An der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf habe ich Französisch, Geschichte und Erziehungswissenschaften studiert, um Lehrer zu werden. Ich bin ein großer Fan Frankreichs und hatte während meines Studiums die Chance, ein Jahr in Nantes zu studieren. Das war für Vieles, was ich später gemacht habe, eine tolle Erfahrung.

2. Was hat Ihnen besonders geholfen, Ihre heutige Position zu erreichen?
Ein offenes Ohr zu haben. Als Politiker, das ist ein Oberbürgermeister nämlich, muss man ganz besonders gut zuhören können. Schließlich bekommt man dieses Amt, weil eine Mehrheit der Wähler so entscheidet und damit auch ganz besondere Erwartungen verbindet. Und was noch ganz besonders wichtig ist: Man darf sich nicht ins Private zurückziehen wollen, sondern muss wie bei einem Hobby Freude daran haben, Gespräche zu führen, Verhandlungen zu leiten, Veranstaltungen zu besuchen und nach gründlicher Beratung und Überlegung auch Entscheidungen zu treffen.

3. Könnte ein Nachfolger heute den gleichen Weg gehen?
Ja. Und es ist auch gut, dass es keinen Ausbildungsberuf Oberbürgermeister gibt. Denn in diesem Amt, aber auch im Stadtrat sollen Menschen arbeiten, die mit gesundem Menschenverstand und möglichst ohne ideologische Scheuklappen versuchen, die besten Entscheidungen für die Stadt zu treffen.

Seit Oktober 2004 bin ich Oberbürgermeister, die aktuelle Wahlzeit endet 2015. Dann werde ich mich wieder um dieses Amt bewerben. Viele Projekte und Probleme können nicht in einer Wahlzeit gelöst werden. Ich möchte aber noch viel für Krefeld bewegen.

4. Was können Sie Jugendlichen empfehlen, die eine solche Laufbahn heute einschlagen wollen?
Meine Empfehlung ist: Seid immer neugierig und vor allem kritisch. Setzt Euch mit Eurer Stadt auseinander und übernehmt Verantwortung, zum Beispiel als Klassensprecher in der Schule, als Übungsleiter im Sportverein. Dafür gibt es in Krefeld viele Möglichkeiten, übrigens auch in den Jugendorganisationen der demokratischen Parteien.

5. Was wäre aus Ihrer Sicht das größte Hindernis auf dem Weg zu Ihrer Position?
Nicht teamfähig zu sein, wäre ein großes Hindernis. Auch mit Kritik muss man umgehen können - andere Meinungen akzeptieren und tolerant sein, das ist wichtig.