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INTERVIEW
Wie sie
wurden, was sie sind. Fünf Fragen an Menschen (in
CHECK IN
Unternehmen), die ihren Traumberuf (vorerst) gefunden haben.
Wie wird man eigentlich
Oberbürgermeister?
Gregor Kathstede, seit 2004
Oberbürgermeister der Stadt Krefeld,
studierte nach seinem Abitur am
Gymnasium Horkesgath (Krefeld)
Französisch, Geschichte und
Erziehungswissenschaften in
Düsseldorf. Nachdem er in den Jahren
1992 und 1994 seine Staatsexamen
abgelegt hatte, war er von 1994 bis
1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Bundestagsbüro von Dieter
Pützhofen. Bis 2004 war Kathstede
als Oberstudienrat an der
Theodor-König-Gesamtschule in
Duisburg tätig.
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1. Mit
welcher Ausbildung haben Sie Ihre
berufliche Karriere begonnen?
An der Heinrich-Heine-Universität in
Düsseldorf habe ich Französisch,
Geschichte und
Erziehungswissenschaften studiert,
um Lehrer zu werden. Ich bin ein
großer Fan Frankreichs und hatte
während meines Studiums die Chance,
ein Jahr in Nantes zu studieren. Das
war für Vieles, was ich später
gemacht habe, eine tolle Erfahrung.
2. Was hat
Ihnen besonders geholfen, Ihre
heutige Position zu erreichen?
Ein offenes Ohr zu haben. Als
Politiker, das ist ein
Oberbürgermeister nämlich, muss man
ganz besonders gut zuhören können.
Schließlich bekommt man dieses Amt,
weil eine Mehrheit der Wähler so
entscheidet und damit auch ganz
besondere Erwartungen verbindet. Und
was noch ganz besonders wichtig ist:
Man darf sich nicht ins Private
zurückziehen wollen, sondern muss
wie bei einem Hobby Freude daran
haben, Gespräche zu führen,
Verhandlungen zu leiten,
Veranstaltungen zu besuchen und nach
gründlicher Beratung und Überlegung
auch Entscheidungen zu treffen.
3. Könnte
ein Nachfolger heute den gleichen
Weg gehen?
Ja. Und es ist auch gut, dass es
keinen Ausbildungsberuf
Oberbürgermeister gibt. Denn in
diesem Amt, aber auch im Stadtrat
sollen Menschen arbeiten, die mit
gesundem Menschenverstand und
möglichst ohne ideologische
Scheuklappen versuchen, die besten
Entscheidungen für die Stadt zu
treffen.
Seit Oktober 2004 bin ich
Oberbürgermeister, die aktuelle
Wahlzeit endet 2015. Dann werde ich
mich wieder um dieses Amt bewerben.
Viele Projekte und Probleme können
nicht in einer Wahlzeit gelöst
werden. Ich möchte aber noch viel
für Krefeld bewegen.
4. Was
können Sie Jugendlichen empfehlen,
die eine solche Laufbahn heute
einschlagen wollen?
Meine Empfehlung ist: Seid immer
neugierig und vor allem kritisch.
Setzt Euch mit Eurer Stadt
auseinander und übernehmt
Verantwortung, zum Beispiel als
Klassensprecher in der Schule, als
Übungsleiter im Sportverein. Dafür
gibt es in Krefeld viele
Möglichkeiten, übrigens auch in den
Jugendorganisationen der
demokratischen Parteien.
5. Was wäre
aus Ihrer Sicht das größte Hindernis
auf dem Weg zu Ihrer Position?
Nicht teamfähig zu sein, wäre ein
großes Hindernis. Auch mit Kritik
muss man umgehen können - andere
Meinungen akzeptieren und tolerant
sein, das ist wichtig.
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